RPL 9 (außer Dienst)

 

Funkrufname:  Florian Loreley 2/78
Stationierung:  Loreleyhafen
Baujahr:  1959
Besatzung:  1/2 + 1/5

 

Einsatzzweck:

Das Boot dient zur Menschenrettung, Brandbekämpfung und zur technischen Hilfeleistung.

 

Bootseigner:

Land Rheinland-Pfalz

 

Einsatzgebiet:

Rhein zwischen Bingen und Koblenz, schwerpunktmäßig zwischen Kaub und Osterspai.

 

Offiziell in Dienst gestellt:

Fest der fliegenden Brücke (Ostermontag) 1991

 

Alarmierung im Einsatzfall:

Ausschließlich über die Integrierte Leitstelle Montabaur;

Funk: Kanal 497 U/G, Rufname: Leitstelle Montabaur, Telefon 06771/19222

 

Technische Daten:

- Länge: 29,00 m

- Breite: 7,20 m

- Tiefgang: 1,20 m

- Antrieb: 2 Schiffsdiesel à 220 PS

- Geschwindigkeit: zu Berg ca. 12 km/h

 

Besatzung:

1 Schiffsführer, 1 Maschinist, 1 Matrose;

im Einsatzfall dazukommend: 1 Löschstaffel (1/5)

 

Stromversorgung: 1 Stromerzeuger, Leistung: 27 kVA

 

Kommunikationstechnik:

1 Funkgerät 4m, 6 Handsprechfunkgeräte 2m, 1 Digitalfunk-HRT 2 Rheinfunkgeräte, 1 Mobiltelefon

 

Funkrufname:

Florian Loreley 2/78

 

Feuerwehrtechnische Ausrüstung:

- Diverse Elektrotauchpumpen (400 l/min, 1.500 l/min, 3.600 l/min) => Lenzleistung: ca. 10.000 Liter/Minute.

- 1 Mast Schmutzwasserpumpe

- Tragkraftspritze TS 8/8

- Schlauchmaterial

- Strahlrohre

- 1 Wasserwerfer

- Schaumausrüstung

- 200 Liter Schaumbildner

- 4 Atemschutzgeräte (PA)

- Handwerkszeug

- Brennscheidgerät

- Elektroschweißgerät

- Winkelschleifer

- Leckabdichtmaterial

 

Sonstige Ausrüstung:

- komplett eingerichtete Werkstatt

- Hydraulischer Kran - Hubkraft: ca. 1 to.

 

Beiboot:

1 RTB 2

 

Unterkunfts- und Sozialbereich:

- Kombüse (Küche) voll ausgestattet

- persönliche Kleiderspinde für jedes Besatzungsmitglied

- 4 Betten

- 1 Toilette

- Waschmöglichkeit

 

Sonstiges:

Das Boot ist kein Feuerlöschboot im klassischen Sinne, die Ausrüstung zur Brandbekämpfung kommt der eines Löschfahrzeuges an Land gleich, sein Haupteinsatzzweck ist die technische Hilfeleistung auf Binnenschiffen.

Die relativ große Freifläche an Deck ermöglicht auch das übernehmen und das an Land bringen von Passagieren eines havarierten Fahrgastschiffes.

Boot und Ausrüstung verfügen über keinen Ex-Schutz. Bei Bedarf können tragbare Ex-Messgeräte mit an Bord genommen werden.

Die Freiwillige Feuerwehr St. Goarshausen kann auf die verschiedensten Einsätze auf Binnenschiffen zurückblicken: Brandbekämpfung in Schiffswohnungen und Maschinenräumen, Lenzen und Abdichten bei Leckagen sowie Brandsicherheitsdienste beim Leichtern von Schiffen gehören ebenso zum Einsatzspektrum, wie das Absichern von Schiffskonvois bei Großveranstaltungen.

Bedingt durch die große Flexibilität der Wehr sowie der Bootsbesatzung ist eine Anpassung der Personalstärke an die Lage jederzeit möglich. Ebenso wurden schon Tauchpumpen inkl. Zubehör mit und ohne Bedienungspersonal leihweise auf Havaristen belassen um ein teures und zeitaufwändiges Umladen in ein anderes Schiff zu vermeiden. Zum Abschluss soll noch gesagt sein das der Freiwilligen Feuerwehr St. Goarshausen sehr an der Zusammenarbeit mit anderen Feuerwehren und Behörden gelegen ist.

 

Nachfolgeboot: 

Im Jahr 2019 wurde die Feuerwehrmehrzweckfähre durch ein Feuerlöschboot des Typs "Hecht" ersetzen.

RPL-9-2